Eleganz & Geschwindigkeit
Thowes NoNoisePC Version 2.1
Update: 26.10.03
Was tun wenn der erste NoNoisePC zu langsam geworden ist? Die Qualität der onBoard-Grafikkarte nicht ausreicht um einen 19" TFT mit einen sauberen Signal zu versorgen? Also musste ein neuer, schicker und vor allem leiser PC her. Die Idee diesmal, er sollte in einem üblichen Audio-Rack Format sein, damit er sich sauber in einer Wohnzimmer-Umgebung eingliedern kann.
Die erste Frage war somit die des geeigneten Gehäuses. Da ich ein Fan von Silber, Titan oder Alu bin, sollte es auch meinem Geschmack entsprechend sein. Da meine anderen Komponenten wie DVD-Player (Cyberhome 505), SAT-Receiver (Hunax BTCI-5900) auch in Silber bzw. Alu sind, sollte das Gehäuse optisch passend hierzu sein. Nach einigen suchen beschränkte ich meine Auswahl auf das Coolermaster ATC-600-SX1, das ATC-610-GX1 oder das Lian Li PC-9300. Letzteres wurde alleine schon aus preislichen Gründen mein Favorit und somit geordert. Das Gehäuse von mir auf ebay ersteigert, ein Netzteil von High Power (Sirtec, Chieftec) konnte ich im normalen Handel erwerben. Beides, also Gehäuse und SFX-Netzteil ist aber auch z.B. bei www.alternate.de zu beziehen, jedoch dann teurer, alleine schon wegen den relativ hohen Versandkosten. Mitlerweile gibt es aber gute Alternativen von http://www.kanam.co.kr/ bzw. http://www.dignint.com/ und auch Coolermaster hat wieder einige neue Desktop-Gehäuse im Sortiment. Letztendlich alles eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels.

Lian Li PC-9300

High Power Netzteil mit 230W
Auf der Suche nach dem geeigneten Prozessors, das VIA-System war ja leider zu langsam, kam nur einer von AMD oder Intel in Frage. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für einen P4-Prozessor, auch wenn ähnliches mit einem AMD Athlon XP oder Duron realisierbar gewesen wäre, vor allem eine mobile Version von AMD war eine Zeitlang in Überlegung. Hauptgrund für den P4 war aber, das ich schon ein Testsystem habe, das auf einen Athlon basiert und im Frühjahr 2004 wird dann noch der Athlon 64 dazukommen. Erst wollte ich einen P4 Celeron nehmen, jedoch entschied ich mich aus Geschwindigkeitsgründen dagegen. So kann ich diesen Rechner auch u.U. mal für Vergleichsbenchmarks heranziehen. Als Prozessorkühler entschied ich mich für einen Zalman CNPS7000 in der Aluminium-Kupfer Version, dieser reicht bequem damit der P4C 2.4Ghz schön kühl bleibt.

Zalman CNPS7000-AlCu
Die nächste Frage war die nach dem zu verwendenen Mainboards. Dieses musste für einen P4 sein und einen AGP-Slot besitzen damit ich eine vernünftige Ausgabequalität erreiche, da die onBoard-Lösungen i.d.R. alle ein schlechten Signalpegel liefern. Ursprünglich hatte ich in dem System ja ein ASRock G-Pro Mainboard, allerdings gab es dort diverse Probleme u.a. mit USB und nicht zuletzt mit der Performance. Der ganze Rechner fühlte sich zeitweise extrem zähflüssig an, nichts mit dem es Spass macht durchs Netz zu surfen. Also wurde das Board durch ein ASUS P4P800-VM ersetzt, dieses ist mit den Intel i865 Chipsatz bestückt und ist eines der wenigen Mainboards im µATX Format das auch om Punkte Geschwindigkeit mit den großen Boards mithalten kann.

ASUS P4P800-VM
Welche Grafikkarte? Erst war es eine GeForce 4 TI4200, dann eine GeForce 4 MX440 und jetzt ist es letztendlich eine Radeon 9000 ViVo mit 128MB von Sapphire geworden. Die ViVo deshalb, damit ich ggf. mal etwas von einer analogen Videoquelle aufnehmen oder aber nebenbei im Fenster und externen Sat-Receiver Fernsehen schauen kann. Letztendlich nicht zu vergessen, Gamecube, Dreamcast oder die Playstation 2 wollen auch mal was anzeigen können. Entweder mache ich das dann per Videoeingang der Radeon-Karte oder aber mit einen progressive scan converter, letzterer bietet aber doch eine höhere Bildqualität. Für den Anschluss einer digitalen Videokamera ist von mir eine Firewire Karte von ADS Technology eingesetzt worden, diese verwendet noch den Chipsatz von Texas Instruments und hat somit den höchsten Grad an Kompatibilität, leider habe ich in dieser Beziehung schon mit anderen Karten diverse Probleme erlebt. Damit der Anschluss nach vorne geführt werden kann und ich auch mal meine Karten von der Digitalkamera einlesen kann, habe ich zusätzlich den Kartenleser von Revoltec intregiert, dieser fügt sich sauber ins optische Bild ein.

Sapphire Radeon 9000 ViVo

Revoltec CardReader
Als Festplatte entschied ich mich diesmal für eine S-ATA Festplatte und für eine ganz besondere und zwar die Raptor von Wester Digital. Die WD360GD ist die z.Z. schnellste Festplatte auf dem Markt, sie dreht mit derzeit einmaligen 10.000 U/Min und hat eine mitlere Zugriffsgeschwindigkeit von rund 5ms. Netter Nebeneffekt: Durch die Verwendung von Komponenten die sonst bei SCSI-Festplatten üblich sind, ist auch die zu erwartene Lebensdauer höher als die bei normalen S-ATA oder P-ATA Festplatten. Die 35db der WD Raptor hört man nur bei Zugriffen und weil es ein angenehmes dumpfes Geräusch ist stören sie auch nicht weiter.
Als ROM-Laufwerk habe ich mitlerweile ein DVD-Brenner von Toshiba drin. Der SD-R 5002 brennt DVD-Rs mit 2facher Geschwindigkeit, jedoch die DVD-RW Rohlinge nur mit 1facher. Nebenbei brennt er normale CDRs mit 16facher und CD-RWs mit 10facher Geschwindigkeit. Natürlich kann er auch CDs und DVDs lesen und stellt somit als Laufwerk für alles eine gute und günstige Methode da und für das was ich damit vorhabe mehr als ausreichend. Für größere Brennprojekte habe ich in einen anderen Rechner noch ein DVD-Brenner von Sony, der DRU-510. Jedoch bliebt unabhängig von der Wahl des Laufwerks immer noch ein Wermutstropfen und das ist die Farbe von der Blende. Da ich Stealthmods zwar nicht schlecht finde aber auch nicht wirklich schön, die bisherigen Blenden von Lian Li eher "naja" sind und ich es perfekt haben wollte, griff ich zur Blende von Coolermaster. Diese ist für nahezu alle Laufwerke geeignet und sogar relativ perfekt für das Toshiba.

Coolermaster AFP-U01
Der Zusammenbau - Vorbereitung
| Das Gehäuse hatte ich teilgedämmt, über den Sinn und Unsinn einer
nicht kompletten Dämmung kann man lange diskutieren und man wird nie zu einem global
gültigen Ergebnis kommen.Manchmal bringts etwas, manchmal nicht. Bei klapprigen Gehäusen
bringt aber ein mehr an Gewicht durchaus etwas und ab und an reicht es auch schon aus, das
gewisse Frequenzen unterdrückt werden. Auf letzteres sind im übrigen die Akasa
Dämmmatten ausgelegt, deshalb reicht hier auch das Erfahrungsspektrum von gar nichts bis
durchaus etwas. Letztendlich, perfekt leise ist wohl nur ein PC ohne Lüfter, Pumpen und
einer Solid-State Disk als Laufwerk für das Betriebssystem. Für mich grausam laut waren aus die rückwärtigen Lüfter die Lian Li standardmässig im Gehäuse verbaut. Es ist zwar wie auf dem Foto zu erkennen eine Regelung über 3 Stufen da, aber selbst auf "Leise" surren diese recht unangenehm. Deshalb auch hier Vorwiderstände zusätzliche davor, mit knapp unter 5V drehen sie noch an und sind damit aber wirklich leise. Was ja meine Prämisse für den Rechner ist und so gedrosselt erfüllt wird. |
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| Nachdem das Material komplett war ging es los mit dem Zusammenbau. Als
erstes wurde natürlich der CPU Kühler auf das Mainboard montiert und wie man schön
sehen kann, hat er eine gewisse Dominanz die sich über das ganze Board erstrickt. Bei dem
Zalman CNPS7000 ist der so genannte Fan-Mate 1 dabei, dieser dient dazu, das man den
Kühler wunderbar zwischen etwa 5-12V stufenlos einstellen kann. Das kann z.B. im Sommer
sehr nützlich sein, wenn man hier kurzerhand die Geschwindigkeit wieder etwas nach oben
schraubt um die erhöhte Zimmertemperatur zu kompensieren. Für mein Projekt habe ich
diesen allerdings nicht verwendet, sondern arbeite mit einem Vorwiderstand von 100 Ohm. So
ist der Lüfter kaum hörbar, nicht einmal wenn man das Ohr direkt daran hält und ich
finde das hat etwas :-) Ich hatte im übrigen bewusst den Alluminium/Kupfer Kühler genommen, der aus reinen Kupfer bringt in diesem Fall kaum an Mehrleistung und das höhere Gewicht halte ich persönlich für leicht bedenklich. Vor allem wenn der Rechner doch einmal bewegt werden muss und ich natürlich wieder zu faul, als das ich den Kühler demontieren würde. Als Arbeitsspeicher habe ich 2x 256MB Module von Infineon verwendet, natürlich echte und keine 3rd, die leider zu gerne gefaket verkauft werden und dessen Programmierung des SPDs meist äusserst übel ist. Wer es nicht weiss, der i865 lässt die 2 Module im Dual-Channel Mode arbeiten, etwas das somit noch ein Extra an Geschwindigkeit bringt und prinzipiell nicht mehr kostet, als wenn ich ein 512MB Modul verwendet hätte. Da das Board 4 Speichersteckplätze hat, kann ich es in Zukunft noch erweitern, sofern dies einmal nötig werden sollte. |
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Manche Dinge sind in der Planung sooooo schön gedacht, hätte da nicht wer einen Strich durch die Rechnung gemacht :-) Das gehört aber wohl leider zu den kleinen und feinen Rechnern dazu, ohne Probleme geht es einfach nicht. Ausnahme sind hier natürlich die fertigen Rechner wie z.B. die von Shuttle, aber diese haben leider dann andere Einschränkungen. Hier muss man dann wohl abwägen was wichtiger ist, die Micro-ATX Gehäuse lassen einen zumindestens noch eine gewisse Freiheit bei der Wahl des Mainboards. Aber noch kurz vorweg, damit die Vibrationen von der Festplatte nicht auf das Gehäuse übertragen werden, habe ich kurzerhand zwei Streifen Akasa Dämmmatte über den Teil vom Plattenkäfig geklebt, der hinterher mit dem Gehäuse in Kontakt kommt. Hierfür gibt es teure Lösungen wie die NoVibes Rahmen, Entkopplungssätze oder Silent-Drives und auch einfache und billige Lösungen wie in meinem Fall und das hat deutlich mehr Wirkung als man auf den ersten Blick meinen könnte. Nicht nur dass das Gehäuse leicht mitschwingt, besonders die Front des Lian Li Gehäuse tut es und das nervt gewaltig. Diese hatte ich im übrigen mit Heisskleber wunderbar zum verstummen gebracht, die Elastizität des Klebers ist ein vorzüglicher Schwingungsdämpfer. Das eigentliche Problem ist auf dem zweiten Foto zu erkennen, allerdings muss hierfür genau schauen. Der DVD-Brenner war vorher mal auf der rechten Seite des Gehäuses, doch hier kam er mit dem ATX-Stromanschluss ins Gehege, also musste er auf die linke Seite wandern. Was ja eigentlich nicht tragisch ist und doch gabs dann doch ein nettes kleines anderes Problem - Der Anschlussstecker vom DVD-Brenner verhindert leider, das der S-ATA Stecker auf Mainboard passt. Die Stecker gibt es im Moment leider nur in einer sehr voluminösen Form und hier musste ein bischen von genau diesem überflüssigen Plastik der Feile weichen, danach ging es dann mit Ach und Krach, zwar nicht perfekt, aber immer noch besser als extra noch eine Steckkarte als Controller einzubauen. Somal hier ein Vorteil des Mainboard eigenen Anschlusses wegfällt, die Anbindung über einen eigenen Bus und somit der Entlasstung des PCI-Bus.
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Der Zusammenbau - Der erste Betrieb
Nachdem der Rechner ersteinmal fertig geschraubt war, die Blenden montiert, das Netzteil modifiziert, klapperne Gehäuseteile mit Heisskleber fixiert und dieses gedämmt war, konnte ich ihn endlich einmal in Betrieb nehmen um die Lautstärke zu kontrollieren. Schlecht war sie nicht, aber mir noch zu laut. Hier ein Foto nach dem Zusammenbau des Rechners, der freie Steckplatz wurde noch gebraucht für die Datenübernahme vom Windows XP, dieses bootet in der Regel nicht wenn es den Controller nicht kennt. Deshalb musste ich ein Umweg gehen, im alten SIS Board wurde erst ein Silicon Image Controller eingebaut und installiert, danach das Board gewechselt und erst einmal über den Silicon Image Controller gebootet, danach die Treiber für das i865 installiert und dann wurde die Platte an dem onBoard Anschluss betrieben.

Das Fazit
Es hat sich gelohnt endlich wieder einen Rechner zu haben der schnell, leise und eine saubere Darstellung auf dem Monitor bietet. Das Ergebnis ist eine echte Wohltat und entspricht den von mir gesteckten Erwartungen was Lautstärke als auch Optik betrifft.
Wie immer: Ausdrücklich zum Nachbau empfohlen!
Galerie - Einblicke





Galerie - Ausblick

Galerie - Nachtblick
